Miliz und Wirtschaft


Ende August 2018 legte Public Opinion den Bericht zu der im Auftrag des Bundesministeriums für Landesverteidigung erstellten Studie „Miliz und Wirtschaft“ vor. Der Bericht präsentiert die Ergebnisse einer Online-Befragung bei 463 österreichischen Unternehmen sowie 203 NPOs und öffentlicher Einrichtungen zur Thematik Miliz und Wirtschaft, konkret zu Fragen rund um die Einstellung bzw. das Wissen zur Landesverteidigung und zur Miliz. Ergänzt wurde dieser Bericht mit Erkenntnissen aus persönlichen Tiefeninterviews mit Führungskräften ausgewählter österreichischer Unternehmen/Einrichtungen, welche eine Beschäftigtenanzahl von mindestens 50 Personen aufweisen.

Mit dieser Studie wurde dem Auftraggeber ein weiteres wichtiges Instrumentarium in die Hand gegeben, um allfällige Entscheidungen, welche die Thematik Miliz betreffen, zu erleichtern.

Augustausgabe von soziologie heute im Zeichen der Digitalisierung


Die August-Ausgabe von soziologie heute legt dieses Mal den Schwerpunkt auf die Thematik Digitalisierung. So beleuchten Claudia Pass und Bernhard Hofer in ihrem Beitrag die zahlreichen neuen Entwicklungen und versuchen aufzuzeigen, welche Herausforderungen auf uns zukommen und wo die Soziologie als Wissenschaft gefordert sein wird.
Der weit über Britannien hinaus bekannte Soziologe Anthony Giddens widmet sich ebenfalls dieser Thematik und fordert eine Magna Carta für das digitale Zeitalter.
Jens Korfkamp geht der Frage nach, welche Auswirkungen die digitale Wende auf die Entwicklung der Schriftkultur und bestehende Literalitätskonzepte hat bzw. haben kann.
Mit „Gesprächiges Schweigen eines Unterhundertjährigen“ setzen wir die Lebensaufzeichnungen von Herbert Strasser – dieses Mal mit „Salzburger G‘schichten“ – fort.
Walter Hollstein macht sich Gedanken über den gesellschaftlichen Wandel und die diversen Erklärungsversuche der Soziologen und Klaus Zapotoczky widmet seinen Beitrag – verbunden mit Forderungen – dem Thema „Soziologie als Beruf“.
Francisco M. da Rocha versucht in seinem Artikel Hintergrundwissen zu den politischen und kriegerischen Konflikten in der islamischen Welt zu vermitteln, und die erst 17-jährige Emma Rampf berichtet über ihre jüngste Vergleichsstudie zu den Einstellungen von Schülerinnen und Schülern an einer US-amerikanischen und einer deutschen Schule.

Zahlreiche weitere Beiträge ergänzen wie immer unsere zweimonatlich erscheinenden soziologischen Betrachtungen. Sollten manche Artikel kontrovers oder auch herausfordernd erscheinen, so ist dies von den jeweiligen Autorinnen und Autoren durchaus so gewollt. soziologie heute möchte damit auch zum befruchtenden Diskurs anregen.
Näheres unter: www.soziologie-heute.at

Wir wünschen noch einen wunderschönen verbleibenden Sommer! Bitte empfehlen Sie uns weiter!

Ihre soziologie heute – Redaktion
Bernhard Hofer / Claudia Pass / Alfred Rammer

KIRAS-Sicherheitsforschungsprojekt KuKuRisk in der Testphase

 

 

 

 

Sicherheitsmanagement gehört sicher nicht zu den unterhaltsamsten Aufgaben in der Kulturarbeit. Und dennoch ist es unbedingt notwendig, um das bedeutende kulturelle Erbe langfristig zu erhalten. Korrekte und effiziente Sicherheitsvorkehrungen für Kulturgüter brauchen Verständnis, Sachkenntnis und aufmerksames Hinschauen. Und sie kosten Zeit. Vor allem kleinere Einrichtungen, die mit beweglichen Kulturgütern befasst sind und diese verwalten, leiden unter personellen und finanziellen Ressourcen, zeitlichen Kapazitäten, entsprechenden organisatorischen Strukturen und manchmal auch ausreichendem Sicherheitsbewusstsein. KuKuRisk – Risiko-, Krisen- und Sicherheitsmanagement für Kunst- und Kulturgüter – richtet sich an genau diese Zielgruppe.

Das Projekt KuKuRisk wurde im Auftrag von KIRAS-Sicherheitsforschung entwickelt. Das Entwicklungsteam bestehend aus dem Joanneum-Research, MUSIS und Public Opinion GmbH/Institut für Sozialforschung will möglichst niederschwellig auf kreative und unterhaltsame Weise
– Sicherheitsbewusstsein fördern,
– Information bereitstellen,
– Handlungsempfehlungen geben und
– das alltägliche Sicherheitsmanagement erleichtern.
Auf diese Weise kann es dauerhaft in die täglichen Abläufe implementiert werden.

Um die trockene, komplexe Materie verständlicher und attraktiver zu machen, wurde die Form eines Spiels gewählt. Fiktive Expertinnen und Experten führen durch die jeweiligen Bereiche. Die einem Cartoon entsprungenen Fachleute stellen Fragen, weisen auf Details hin und geben Hinweise. Eine Sammlung nützlicher Materialien wie Werkzeugkoffer, Links sowie analoge Literatur ergänzen das Spiel.

Das Spiel befindet sich derzeit in der Pilotphase. Die endgültige Version wird nach Einarbeitung der in der Pilotphase gewonnenen Erkenntnisse im Herbst vorliegen und soll dann allen interessierten Einrichtungen kostenlos zugänglich sein.

Security: Schöne neue Welt?

Die digitalen Revolution verändert gewohnte Strukturen. Mit der Vernetzung steigt die Komplexität in Systemen. Verunsicherung – weil alles zunehmend unüberschaubar erscheint – macht sich breit. Selbst die Rolle des Staates ist nicht mehr ungefährdet. Die Frage nach vitalen Internetdiensten für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft rückt ins Zentrum. Sind wir auf dem Weg zur Schaffung eines Leviathans? Brauchen wir vielleicht einen neuen Gesellschaftsvertrag? Die Zukunft ist schwarz, rosa oder …?

Im Rahmen der Fachkonferenz Security am 3. 5. 2018 im Novomatic-Forum hielt Dr. Bernhard Hofer, Gf Public Opinion/Institut für Sozialforschung, den Eröffnungsvortrag zum Thema „Schöne neue Welt – Digitalisierung und gesellschaftlicher Umbruch“