soziologie heute – Augustausgabe 2019

Werte Leserin, werter Leser,

europaweit und global scheinen sich Spannungen und Konflikte auszubreiten. Menschen sind vielerorts beunruhigt, haben Angst. Manche sprechen von einer Spaltung der Gesellschaft. Die Ökumenische Sommerakademie in Kremsmünster griff dieses Thema auf und lud neben Sozialwissenschaftlern, Theologen, Menschenrechtlern erstmals auch Politiker ein, ihre Erwartungen an Kirchenvertreter zu formulieren, sich aber auch deren Kritik zu stellen. soziologie heute war dabei und präsentiert Ihnen die wichtigsten Auszüge aus Vorträgen und Interviews.

Auch Soziologinnen und Soziologen sind nicht davor gefeit, ihre eigene Lebenswelt nicht richtig einschätzen zu können. In seiner Lebensmitschrift eines Soziologen weist Hermann Strasser auf so manch eigenartige Entwicklungen hin und fragt: Sind wird auf dem Weg in die taktische Gesellschaft?

Jeder von uns war schon einmal mit Bettlern konfrontiert. Eine ausgestreckte Hand, ein Hut oder Teller signalisiert die Bitte um eine „milde Gabe“. Neben dieser stillen Form des Bettelns gibt es allerdings auch offensive Formen, wo der Bettelnde davon ausgeht, ein Recht auf die Gabe zu haben. Ulrich Steuten analysiert in seinem Beitrag das Betteln als soziale Interaktion.

„Jeder ist seines Glückes Schmied.“ Mit diesem Sprichwort reagiert man im Alltag gerne auf Leute, die die Schuld für ihr Unglück vor allem bei anderen suchen. Heiner Meulemann geht der Frage nach, was es mit diesem Sprichwort auf sich hat.

Neben diesen genannten Themen erwarten Sie noch zahlreiche weitere Beiträge, z. B. über Ordnung und Unfrieden von Sven Papcke, Klimapolitik von Dieter Senghaas, Bertolt Brechts Niederlagen von Richard Albrecht oder über massenmediale Indoktrinationen von Bernhard Martin, u.v.m.

Wir wünschen Ihnen noch einen erholsamen Sommer – erfüllt von spannenden soziologischen Phänomenen!

Bernhard Hofer / Claudia Pass / Alfred Rammer

Näheres unter: www.soziologie-heute.at

 

soziologie heute – Dezemberheft erschienen!

Editorial

Werte Leserin, werter Leser,
der Redaktion war es stets ein Anliegen, Studien und Projekte zu präsentieren, welche einen gesellschaftlichen Mehrwert bringen. Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums unseres Magazins haben wir beschlossen, eine Initiative zu starten. Unter dem Motto „soziologie bewegt“ suchen wir herausragende Leistungen von soziologisch tätigen Personen und/oder Einrichtungen, welche die Gesellschaft nachhaltig bewegt haben oder noch bewegen können.
Ab sofort können Studien/Projekte eingereicht werden. Deadline ist der 31. März 2019. Nähere Infos finden Sie auf Seite 44 in dieser Ausgabe. Machen Sie mit und werden Sie eine starke Stimme für die Soziologie!
Auch das Dezemberheft von soziologie heute lenkt den Fokus auf große gesellschaftliche Herausforderungen: Europa, Friedenspolitik, Digitalisierung, Chancen durch ein neues Rollenverständnis u.v.m. soziologie heute möchte mit den unterschiedlichen Beiträgen zum Nachdenken und zur Diskussion anregen. Wenn in der Vergangenheit, aber auch in Zukunft, so mancher Beitrag nicht dem empfundenen Mainstream nachkommt, so ist dies durchaus beabsichtigt. Soziologie ist keine in sich erstarrte Disziplin; sie braucht den lebendigen Diskurs, sie ist nicht einem Schwarz-weiß-Denken verhaftet, sondern widmet sich auch den vielen Schattierungen dazwischen.
Allen unseren Leserinnen und Lesern wünschen wir ein gesegnetes Weihnachtsfest und erholsame Feiertage. Genießen Sie die freien Tage – vielleicht auch, um Einzutauchen in die mannigfaltige Welt der Soziologie. Danke für Ihre bisherige Treue und empfehlen Sie uns weiter!
Ihre Redaktion von soziologie heute

Dr. Bernhard Hofer  Dr. Claudia Pass  Dr. Alfred Rammer

Augustausgabe von soziologie heute im Zeichen der Digitalisierung


Die August-Ausgabe von soziologie heute legt dieses Mal den Schwerpunkt auf die Thematik Digitalisierung. So beleuchten Claudia Pass und Bernhard Hofer in ihrem Beitrag die zahlreichen neuen Entwicklungen und versuchen aufzuzeigen, welche Herausforderungen auf uns zukommen und wo die Soziologie als Wissenschaft gefordert sein wird.
Der weit über Britannien hinaus bekannte Soziologe Anthony Giddens widmet sich ebenfalls dieser Thematik und fordert eine Magna Carta für das digitale Zeitalter.
Jens Korfkamp geht der Frage nach, welche Auswirkungen die digitale Wende auf die Entwicklung der Schriftkultur und bestehende Literalitätskonzepte hat bzw. haben kann.
Mit „Gesprächiges Schweigen eines Unterhundertjährigen“ setzen wir die Lebensaufzeichnungen von Herbert Strasser – dieses Mal mit „Salzburger G‘schichten“ – fort.
Walter Hollstein macht sich Gedanken über den gesellschaftlichen Wandel und die diversen Erklärungsversuche der Soziologen und Klaus Zapotoczky widmet seinen Beitrag – verbunden mit Forderungen – dem Thema „Soziologie als Beruf“.
Francisco M. da Rocha versucht in seinem Artikel Hintergrundwissen zu den politischen und kriegerischen Konflikten in der islamischen Welt zu vermitteln, und die erst 17-jährige Emma Rampf berichtet über ihre jüngste Vergleichsstudie zu den Einstellungen von Schülerinnen und Schülern an einer US-amerikanischen und einer deutschen Schule.

Zahlreiche weitere Beiträge ergänzen wie immer unsere zweimonatlich erscheinenden soziologischen Betrachtungen. Sollten manche Artikel kontrovers oder auch herausfordernd erscheinen, so ist dies von den jeweiligen Autorinnen und Autoren durchaus so gewollt. soziologie heute möchte damit auch zum befruchtenden Diskurs anregen.
Näheres unter: www.soziologie-heute.at

Wir wünschen noch einen wunderschönen verbleibenden Sommer! Bitte empfehlen Sie uns weiter!

Ihre soziologie heute – Redaktion
Bernhard Hofer / Claudia Pass / Alfred Rammer

Die Wiederkehr des Religiösen?

Zu diesem Thema referierten am 22. November Alfred Rammer und Bernhard Hofer im Otto-Mauer-Zentrum in Wien.

Religionen sind nicht nur eine Folge, sondern oftmals auch Bedingung für gesellschaftlichen Wandel. Die Moderne und Postmoderne haben zudem den Weg bereitet für eine neue Religiosität. Traditionelle Kirchen sehen sich einer wachsenden Zahl an Mitbewerbern gegenüber. Der Einzelne kann aus der Pluralität der religiösen Angebote wählen – für manche ein Vorteil, für manche schafft dies Verwirrung. Public Opinion wird diese Phänomene in Hinkunft verstärkt ins Auge fassen. Publikationen folgen.