So spenden Österreichs Unternehmen!

Fundraisingverband präsentiert gemeinsam mit Public Opinion die neue Studie zu gesellschaftlichem Engagement von Unternehmen und startet „Aktion Wirtschaft hilft!“

 

 

Dr. Christian Konrad, Dr. Günther Lutschinger, Dr. Bernhard Hofer (Foto: Wirth)

 

Wien, 6.11.2018. Der Fundraising Verband Austria startete heute pünktlich zur Spendenhochsaison rund um die Adventzeit die „Aktion Wirtschaft hilft!“. Die Initiative unterstützt und informiert Österreichs Unternehmen für ihr gemeinnütziges Engagement und holt engagierte Betriebe vor den Vorhang. Im Rahmen eines Pressegesprächs wurde auch eine neue Studie präsentiert. Demnach sind Österreichs Unternehmen gesellschaftlich engagiert, im internationalen Vergleich damit aber eher im Mittelfeld. Hochrangige Organisationen aber auch Persönlichkeiten wie Dr. Christian Konrad tragen die Aktion mit.

„Wirtschaftlicher Erfolg wird auch davon beeinflusst, dass in einer Gesellschaft ein Klima der umfassenden Verantwortung für Mensch und Umwelt herrscht. Langfristig planende Unternehmen wissen das und sehen ihren wirtschaftlichen Erfolg auch als Auftrag zur Verantwortung für die nächsten Generationen.“, erklärte heute Dr. Christian Konrad, Initiator der Allianz „Menschen.Würde.Österreich“ und Unterstützer der „Aktion Wirtschaft hilft!“. Die Initiative hat das Ziel, eine Brücke zwischen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen zu bauen: „Mit unserem umfassenden Service- und Informationsangebot möchten wir möglichst viele Unternehmen – hier insbesondere die KMUs – motivieren und ihnen bei ihrem Engagement und bei der Wahrnehmung ihrer gesellschaftlichen Verantwortung beratend zur Seite stehen“, erläutert Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria und Initiator der Aktion. Vorbild könnte dabei das international verbreitete „Committed Giving“ sein. „Immer mehr Unternehmen verpflichten sich, jährlich ein oder zwei Prozent
ihres Betriebsergebnisses für gemeinnützige Zwecke zu spenden. Würden Österreichs Unternehmen ein Prozent ihres Gewinns für gemeinnützige Projekte spenden, gäbe es rund 300 Millionen Euro für humanitäre, soziale, Bildungs- und Umweltanliegen.“, zeigt Lutschinger auf. Derzeit spenden Österreichs Unternehmen rund 50 Millionen Euro im Jahr für gemeinnützige Zwecke.

Zwtl.: Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen in Zahlen
Insgesamt engagieren sich rund 83% der Unternehmen in Form von Geld-, Sach- oder Personalspenden. Dies zeigt die größte je durchgeführte Umfrage zum Spendenverhalten von Unternehmen im Auftrag des Fundraising Verbands. 77% bevorzugen Geld-, 48% Sach- und 36% Zeitspenden. 17% der Unternehmen unterstützen gemeinnützige Einrichtungen mit Pro-bono-Leistungen – also freiwillig geleisteter professioneller Arbeit ohne oder mit stark reduzierter Bezahlung.

Geldbeträge spenden Unternehmen in erster Linie für Kinderhilfe, Sportförderung, Menschen mit Behinderung und sozial Bedürftige. Durchschnittlich geben Unternehmen pro Jahr für Spenden 6.360,- Euro aus, das durchschnittliche, jährliche Sponsoring liegt bei knapp über 3.000,- Euro. Hauptmotive für die Unterstützung sind dabei allen voran die humanitäre und weltanschauliche Einstellung sowie der Wunsch, der Gesellschaft etwas zurückgeben zu wollen. „Viele Firmen planen daher Spenden fix in ihrem Budget ein. Bei Großunternehmen trifft dies immerhin auf rund 73 Prozent zu, bei Kleinstunternehmen sind es rund 38 Prozent.“, betont Studienautor Dr. Bernhard Hofer, Geschäftsführer von Public Opinion.

Zwtl.: Über die Aktion Wirtschaft hilft und den Spendenguide für Unternehmen
Die „Aktion Wirtschaft hilft!“ möchte Unternehmen unterstützen, gesellschaftlich aktiv zu werden und an gemeinnützige Organisationen zu spenden. Zentrales Serviceinstrument ist der heute neu veröffentlichte Spendenguide für Unternehmen. Darin findet sich neben einem ausführlichen Service- und Informationsteil ein Überblick über die Arbeit und die Projekte von 42 gemeinnützigen Organisationen. Diese decken ein breites inhaltliches und gesellschaftliches Spektrum ab – von der Kinderhilfe über die Entwicklungszusammenarbeit bis hin zu Wissenschaft und Forschung. Begleitet wird die Aktion vom Webportal www.wirtschaft-hilft.at.

Zwtl.: Spendenideen werden prämiert
Die „Aktion Wirtschaft hilft!“ möchte engagierte Unternehmen auch vor den Vorhang holen. Bis Mitte Jänner 2019 sind Österreichs Unternehmen aufgerufen, ihre erfolgreichen, innovativen und kreativen Spendenprojekte mit österreichischen Unternehmen einzusenden. Im Frühjahr 2019 werden die besten als „Unternehmensspende des Jahres“ gekürt. Alle Ideen von der Weihnachtsspende bis zum ehrenamtlichen Einsatz eines Unternehmensteams sind willkommen. Alle Infos dazu unter www.wirtschaft-hilft.at/award.

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Media Relations
Fundraising Verband Austria
M: 0676/914 66 25, E: pst@fundraising.at


Soziologie im Gespräch


Sowohl aus historischer Sicht als auch aus gegebenem Anlass prägen Scheidungen maßgeblich unsere Gesellschaft.
Wir sehen uns neuen familialen Formen gegenüber, neue Formen gesellschaftlicher Teilhabe entstehen, gewohnte Strukturen in den Bereichen Bildung, Kultur, Wirtschaft und Soziales befinden sich im Umbruch.
Politik und Religion versuchen Antworten zu finden und sehen sich einer zunehmend größeren Schar von skeptischen und verdrossenen Bürgern gegenüber.
Befinden wir uns eigentlich noch in „guter Gesellschaft“? Bröckelt der soziale Kitt, droht die Gesellschaft auseinander zu driften?

Im Gespräch gibt der Soziologe Klaus ZAPOTOCZKY Einblicke in gesellschaftliche Phänomene und Zusammenhänge. Gleichzeitig wird der Versuch unternommen, Antworten auf brennende gesellschaftliche Fragen zu finden und mögliche Auswege aus einem scheinbaren Dilemma aufzuzeigen.

Spendenverhalten österreichischer Unternehmen 2018


Der vorliegende Bericht präsentiert die Ergebnisse der Online-Befragung von 513 österreichischen Unternehmen zum Spendenverhalten, konkret zu Fragen rund um Spenden, Sponsoring sowie Corporate Volunteering. Durchgeführt wurde diese Onlinebefragung im Zeitraum vom 25. 6. bis 30. 7. 2018. Ergänzt wird dieser Bericht mit Erkenntnissen aus persönlichen Tiefeninterviews mit Führungskräften ausgewählter österreichischer Unternehmen, welche eine Beschäftigtenanzahl von mindestens 50 Personen aufweisen.
Der nun fertiggestellte Bericht bietet erstmals auch Informationen hinsichtlich des Spenden- und Sponsoringverhaltens größerer Unternehmen (250+) und eröffnet tiefere Einblicke in die „Seele“ österreichischer Unternehmer und ihres sozialen Engagements.

Miliz und Wirtschaft


Ende August 2018 legte Public Opinion den Bericht zu der im Auftrag des Bundesministeriums für Landesverteidigung erstellten Studie „Miliz und Wirtschaft“ vor. Der Bericht präsentiert die Ergebnisse einer Online-Befragung bei 463 österreichischen Unternehmen sowie 203 NPOs und öffentlicher Einrichtungen zur Thematik Miliz und Wirtschaft, konkret zu Fragen rund um die Einstellung bzw. das Wissen zur Landesverteidigung und zur Miliz. Ergänzt wurde dieser Bericht mit Erkenntnissen aus persönlichen Tiefeninterviews mit Führungskräften ausgewählter österreichischer Unternehmen/Einrichtungen, welche eine Beschäftigtenanzahl von mindestens 50 Personen aufweisen.

Mit dieser Studie wurde dem Auftraggeber ein weiteres wichtiges Instrumentarium in die Hand gegeben, um allfällige Entscheidungen, welche die Thematik Miliz betreffen, zu erleichtern.

Augustausgabe von soziologie heute im Zeichen der Digitalisierung


Die August-Ausgabe von soziologie heute legt dieses Mal den Schwerpunkt auf die Thematik Digitalisierung. So beleuchten Claudia Pass und Bernhard Hofer in ihrem Beitrag die zahlreichen neuen Entwicklungen und versuchen aufzuzeigen, welche Herausforderungen auf uns zukommen und wo die Soziologie als Wissenschaft gefordert sein wird.
Der weit über Britannien hinaus bekannte Soziologe Anthony Giddens widmet sich ebenfalls dieser Thematik und fordert eine Magna Carta für das digitale Zeitalter.
Jens Korfkamp geht der Frage nach, welche Auswirkungen die digitale Wende auf die Entwicklung der Schriftkultur und bestehende Literalitätskonzepte hat bzw. haben kann.
Mit „Gesprächiges Schweigen eines Unterhundertjährigen“ setzen wir die Lebensaufzeichnungen von Herbert Strasser – dieses Mal mit „Salzburger G‘schichten“ – fort.
Walter Hollstein macht sich Gedanken über den gesellschaftlichen Wandel und die diversen Erklärungsversuche der Soziologen und Klaus Zapotoczky widmet seinen Beitrag – verbunden mit Forderungen – dem Thema „Soziologie als Beruf“.
Francisco M. da Rocha versucht in seinem Artikel Hintergrundwissen zu den politischen und kriegerischen Konflikten in der islamischen Welt zu vermitteln, und die erst 17-jährige Emma Rampf berichtet über ihre jüngste Vergleichsstudie zu den Einstellungen von Schülerinnen und Schülern an einer US-amerikanischen und einer deutschen Schule.

Zahlreiche weitere Beiträge ergänzen wie immer unsere zweimonatlich erscheinenden soziologischen Betrachtungen. Sollten manche Artikel kontrovers oder auch herausfordernd erscheinen, so ist dies von den jeweiligen Autorinnen und Autoren durchaus so gewollt. soziologie heute möchte damit auch zum befruchtenden Diskurs anregen.
Näheres unter: www.soziologie-heute.at

Wir wünschen noch einen wunderschönen verbleibenden Sommer! Bitte empfehlen Sie uns weiter!

Ihre soziologie heute – Redaktion
Bernhard Hofer / Claudia Pass / Alfred Rammer