EVALUIERUNG GIRLS‘ CAMP 2016

In der Zeit vom 16. bis 18. September 2016 veranstaltete das Österreichische Bundesheer zwei Girls‘ Camps – eines in St. Michael/Stmk und eines in Güssing/Bgld. Public Opinion wurde seitens des BMLVS mit der Evaluierung der Personalgewinnungsmaßnahme Girls‘ Camp 2016 beauftragt.

Ziel der Evaluierung ist der Erhalt von Learning für die zukünftige Konzeption des Girls‘ Camp.

Der Evaluierungsbericht besteht insgesamt aus 5 Modulen:
Modul A beinhaltet die quantitative Vor-Ort-Befragung im Girls‘ Camp St. Michael und Güssing,
Modul B moderierte Fokusgruppeninterviews an zwei Orten (St. Michael und Güssing),
Modul C zwei moderierte Fokusgruppeninterviews zur Beurteilung der Kommunikationsmaßnahmen unter besonderer Berücksichtigung des Bildungsgrades bei der Zusammenstellung der Gruppendiskussionen,
Modul D die qualitative Auswertung der Reaktionen auf die Online-Advertorials auf Facebook sowie
Modul E eine Onlinebefragung zum Live-Stream.

MILIZSTUDIE 2016

Der vorliegende Bericht beinhaltet die Ergebnisse der im Auftrag des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport vom Linzer Sozialforschungsinstitut Public Opinion GmbH im April 2016 durchgeführten Onlinebefragung. Um im Zuge der „Neuausrichtung der Miliz“ die Rahmenbedingungen für die Miliz möglichst zielgenau zu verbessern, wurde erstmals eine Befragung sämtlicher beorderter Milizsoldaten in die Wege geleitet. Ziel des Projekts ist es, ein möglichst umfassendes Stimmungs- und Lagebild zur Situation der Miliz zu erhalten. Neben Fragen zur Motivation, den Strukturen usw. wurden vor allem auch Fragen zum jeweiligen Umfeld (Arbeitsgeber, Beruf, Familie, Engagement in Freiwilligenorganisationen etc.) gestellt. Die Ergebnisse dieser Befragung sollen der obersten militärischen Führung als Entscheidungsgrundlage zur weiteren Verbesserung der „Rahmenbedingungen für die Miliz“ dienen. Zu der Befragung wurden rund 26.000 Milizsoldaten mittels eines persönlichen Schreibens des Chefs des Generalstabs und des Milizbeauftragten eingeladen. Im Zeitraum vom 19. 4. bis 30. 4. 2016 beteiligten sich insgesamt 6 833 Milizsoldaten an der Befragung; dies entspricht einer Rücklaufquote von 26,65 Prozent. Die für Onlinebefragungen erfreulich hohe Rücklaufquote ist nicht nur dem relativ hohen Interesse der Milizangehörigen an der Landesverteidigung und ihrer Entwicklung zu verdanken, sondern auch dem großen Engagement aller Projektbeteiligten des Ressorts.

Der Bericht gliedert sich in sieben Teile. Teil A beinhaltet die Ergebnisse der Befragung von 1 532 befristet beorderten Milizsoldaten. Ausgehend von einer allgemeinen Einschätzung der österreichischen Landesverteidigung werden Fragen nach der persönlichen Bedeutung der Miliz, nach möglichen Hinderungsgründen an einem Milizengagement sowie zum Interesse an einem möglichen Inlands- bzw. Auslandseinsatz gestellt. Es folgen Fragen zu einer allfälligen „Freiwilligen Meldung zu Milizübungen“, dem militärischen Umfeld, den Informationsquellen, dem Vertrauen zu ausgewählten Personengruppen und zur Milizbetreuung. Ein vergleichsweise großer Raum wird Fragen zum Arbeitgeber, zur Beschäftigung, den Kompetenzen und den Auswirkungen einer Miliztätigkeit auf das Berufsleben und auf Freiwilligentätigkeiten eingeräumt. Die zahlreichen Antworten auf die offenen Fragen tragen dazu bei, so manche Bereiche noch deutlicher zu analysieren.

Teil B widmet sich – inhaltlich nahezu gleich gestaltet wie Teil A mit Ausnahme einiger Adaptierungen – den Ergebnissen der Befragung von 5 301 unbefristet beorderten und gesperrten Milizsoldaten. Hinzu kommen Fragen zur Auswirkung des Milizengagements auf das Privatleben und zur seinerzeitigen freiwilligen Meldung zur Miliz. Auch hier bieten die zahlreichen Antworten auf die offenen Fragen – zum Teil sehr umfangreich ausgeführt – einen tieferen Einblick in die Befindlichkeiten der Miliz.

Teil C fasst die wichtigsten Erkenntnisse der ersten beiden Teile zusammen und dient der schnellen Überblicksinformation. Anmerkungen zur Befragung insgesamt, den Auswertungsergebnissen sowie Anregungen und Vorschläge finden sich im Teil D. Die umfangreichen Teile E und F beinhalten die tabellarischen Auswertungsergebnisse (absolute Häufigkeiten und Prozentwerte) zu jeder Frage. Zunächst werden die Tabellen auf Basis der Gesamtantworten dargestellt; im Anschluss daran die Tabellen auf Basis der jeweils gültigen Nennungen. Es handelt sich dabei um die Zeilenhäufigkeiten bzw. –prozente nach Beorderungsart, -teil, -bundesland, nach Kommandantenfunktion bzw. –ebene, der letzten Übung, den im letzten Jahr durchschnittlich verbrachten Tagen beim Bundesheer, Rang, Geschlecht, Stand, Hauptwohnsitz, Alter sowie der höchsten abgeschlossenen schulischen Ausbildung. Die bei der Onlinebefragung gestellten Fragen finden sich in ihrer Gesamtheit in den Teilen G und H.