Fachkonferenz Security

„Save your Business“

Es ist kein Geheimnis, dass die Sicherheitsbedrohungen in der IT weiterhin zunehmen. Das liegt u.a. in der Professionalisierung im Bereich der Cyber Crime – IT-Verantwortliche sehen Malware und Phishing-Attacken als größte Bedrohung – daneben haben aber auch die technologischen Veränderungen der letzten Jahre hin zum Web (Cloud Computing, Social Networks, mobile Apps) in Kombination mit mobilen Devices die Angriffsfläche der IT vergrößert. Zudem führt die Zunahme an vernetzten Geräten durch die fortschreitende Digitalisierung zu einer Komplexität der IT-Sicherheit. Aber nicht nur der Kampf gegen Cyber Crime erscheint vielen aussichtslos (und kostspielig). Hinzu kommen auch die eigenen Mitarbeiter, die vermehrt als Risiko eingestuft werden, als größtes Einfalltor für Cyber-Attacken, einerlei ob es sich dabei um Versehen oder um Verbrechen handelt. Viele Firmen zeigen sich deshalb verunsichert, nur wenige meinen, dass ihre eigenen Sicherheits-Strategien alle relevanten Bedrohungen und Risiken berücksichtigen.

Auf dieser etablierten Plattform will der Veranstalter seidler consulting den Teilnehmern Orientierungshilfen für eine sichere Welt der Zukunft geben: Hier bekommen IT-Fachkräfte aus der Privatwirtschaft und öffentlichen Verwaltung, sowie renommierter Anbieterunternehmen und unabhängige Experten gleichermaßen die Möglichkeit alle relevanten Aspekte aus ihrer Perspektive zu kommentieren und mögliche Lösungen aufzuzeigen. Bernhard Hofer (Public Opinion Institut für Sozialforschung/CR soziologie heute) widmet sich dabei der Thematik „Schöne neue Welt: Digitalisierung und gesellschaftlicher Umbruch“.

Zeit: 3. 5. 2018

Ort: Novomatic Forum Wien

Weitere Infos und Anmeldung: HIER

 

KIRAS-Sicherheitsforschungsprojekt genehmigt

Das im Februar 2017 bei der FFG (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) eingereichte Projekt „Risiko-, Krisen- und Sicherheitsmanagement für Kunst- und Kulturgüter in Österreich“ wurde bewilligt. Gemeinsam mit der JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH und MUSIS – Steirischer Museumsverband. Verein zur Unterstützung von Museen und Sammlungen in der Steiermark startet Public Opinion GmbH/Institut für Sozialforschung Linz im Herbst mit diesem Projekt (Laufzeit: 1. 9. 2017 bis 28. 2. 2019). Ein erster Zwischenbericht wird am 30. 4. 2018 vorliegen.

Pflege und Angebot von Kunst und Kultur besitzen in Österreich eine lange Tradition. Identitätsstiftende Funktion, hohes Ansehen in der Bevölkerung und touristische Relevanz begründen unter anderem deren große gesellschaftliche Bedeutung. Neben den derzeit 248 Qualitätsmuseen zählen weitere 1500 Museen und museumsähnliche Einrichtungen sowie weltliche und kirchliche Archive zu den Sammlern, Verwaltern und Bewahrern beweglicher Kulturgüter in Österreich. Eine ihrer zentralen Aufgaben ist die Weitergabe und Nutzbarmachung des Wissens über unsere Vergangenheit.

Um die Erfüllung dieser Aufgaben in Zeiten immer kleiner werdender Budgets gewährleisten zu können, wird das Zusammenarbeiten und Nutzen von Synergien gerade in diesem Bereich immer wichtiger. Viele kulturelle Organisationen verfügen über allzu schlanke, prekäre oder ehrenamtliche Stukturen, Die führt dazu, dass die Erfüllung wesentlicher, notwendiger Kernaufgaben wie Sammlungserfassung und –bewirtschaftung, Kulturvermittlung, Funding und grundlegendes Marketing vollends auslasten. „Randthemen“, wie auch das Thema Sicherheit, wenngleich von großer Bedeutung, können in vielen Fällen daher nur eher rudimentär behandelt werden. Folglich wird auch die Unterstützung zu diesem Thema, die sich im ersten Schritt mit der Auseinandersetzung einer kulturellen Organisation mit dem Status quo befasst, nur dann Akzeptanz finden, wenn von „richtiger“ Seite ein entsprechender und ansprechender Impuls gesetzt wird, der in erste Aktivitäten mündet. Diese müssen gut verständlich, überschaubar und auch bewältigbar erscheinen.

Einheitliche Strategien und Leitfäden ermöglichen unter den gegebenen Umständen die größtmögliche Unterstützung und gewährleisten einheitliche Vorgehensweisen und Qualität.

Angesichts der Inhomogenität, organisatorischen Zerstückelung sowie der fehlenden Overheadstrategien der Österreichischen Kulturerbe-Landschaft ist die Sicherheitsthematik in all ihrer Breite ein noch sehr mangelhaft bearbeitetes Feld. Die Unternehmenssicherheit in Bezug auf Unternehmensmanagement, Personal und Hygiene ist nicht nur in öffentlich getragenen Einrichtungen häufig durch die Verantwortung des Trägers abgedeckt. Die Objektsicherheit, Evaluierung, Maßnahmen zur Prävention und Akutmaßnahmen sind jedoch oftmals dem persönlichen Engagement oder dem „Hausverstand“ einzelner Akteure überlassen. Große, mitunter jüngst neu strukturierte Kultureinrichtungen in öffentlicher oder mittlerweile privatisierter Trägerschaft haben alle Sicherheitsbereiche bereits in ihren Planungen und Strategien berücksichtigt. Archive, Bibliotheken, teils auch Sakralgebäude haben in ihren Sicherheits-Policies unterschiedliche Bereiche bisweilen sogar sehr umfassend abgedeckt.

Es fehlen allerdings ein genereller Konsens und eine allgemein gültige und breit einsetzbare Richtlinie in deutscher Sprache mit einem Evaluierungswerkzeug, Informations- und Lernelementen. Orientierung und Maßnahmenplanung müssen auch abseits der personell völlig unterbesetzten persönlichen Beratungsstellen möglich sein. Unternehmerische Beratungen sind mehrfach verfügbar, jedoch oft aufgrund hoher Beratungskosten für kleine Einrichtungen nicht leistbar.

In Zusammenarbeit mit Kulturinstitutionen unterschiedlicher Größe aus Österreich aber auch aus anderen Europäischen Ländern (Schweiz, Deutschland, Großbritannien, Italien, Finnland) und Dachorganisationen sollen existierende Strategien überprüft werden und darauf aufbauend ein allgemein gültiger Leitfaden für Risiko- und Sicherheitsmanagement entwickelt werden, der gerade für die in Österreich vorherrschende Struktur im Museumsbereich, aber auch im Bereich kirchlicher Denkmalpflege und weltlichen Kulturgüterschutzes angewandt werden kann.

Zielgruppen werden bei der Erarbeitung einzelner Inhalte eingebunden, zur Nutzung des für sie nützlichen Selbstevaluierungs-Werkzeugs angeregt und durch geeignete Verbreitungsmaßnahmen über die Ergebnisse informiert. Erstmalig soll ein Werkzeug zur Selbstevaluierung in allen erkennbaren Bereichen der Sicherheit für Einrichtungen beweglichen Kulturellen Erbes entstehen das

  • übersichtlich und klar strukturiert und somit einfach zu bedienen ist,
  • barrierefrei im Sinne leichter Lesbarkeit und Wahrnehmungsvielfalt gestaltet ist,
  • in unterschiedlich dimensionierten Versionen verfügbar ist, sich damit den Basisbedingungen der Organisationen / Institutionen anpassen kann und Abschreckung durch Überforderung minimiert,
  • über ein hoch professionelles Onlineportal für jede betroffene Institution leicht und kostenschonend zugänglich ist,
  • inhaltlich an internationalen Maßstäben orientiert ist,
  • in Abstimmung mit erfahrenen Peer-Einrichtungen und den bundesweiten Verbänden entsteht und von diesen ideell mitgetragen wird,
  • auf einfachem Weg zu einer bundesweiten, informativen Berichtlegung unter Berücksichtigung der Anonymität der Teilnehmer/innen führt und damit die Darstellung von Entwicklungen über Jahre grundsätzlich ermöglicht.

Das Projekt KuKuRisk soll bestehende Initiativen der Verbände und des Bundes vereinen und durch Synergien und strategische Maßnahmen brachliegende Initiativen wiederbeleben.