Coming soon: Das Aprilheft von soziologie heute

 In wenigen Tagen ist es soweit und das Aprilheft des Fachmagazins soziologie heute ist erhältlich.

Die 64. Ausgabe der soziologie heute bietet Ihnen wiederum ein buntes Spektrum an aktuellen soziologischen Beiträgen und Informationen.
So widmet Gerd Nollmann seinen Beitrag dem digitalen Rausch. Wir gewöhnen uns schnell an die neuen Realitäten und bekommen dabei die Tiefe und Breite der gesellschaftlichen Disruption kaum zu fassen.
Katholiken und Protestanten teilen das Christentum, aber Theologen beider Konfessionen verstehen es nicht gleich. Heiner Meulemann geht der Frage nach, ob sich die Unterschiede der Theologie in Unterschieden der gelebten Religiosität spiegelt.
Mehr als drei Viertel aller Geflüchteten aus den Herkunftsländern Syrien, Irak und Afghanistan haben unterschiedliche
Formen von Gewalt erlebt und sind dadurch oft mehrfach traumatisiert. Helmut Schröder stellt die Ergebnisse einer bundesweiten Studie zum Gesundheitszustand von Erstasylantragstellern vor.
Mit seiner Lebensmitschrift führt uns Hermann Strasser dieses Mal die Katastrophe der Loveparade in Duisburg vom Juli 2010 wieder vor Augen und Bernhard Martin weist auf die Notwendigkeit einer vermehrten öffentlichen Nachfrage nach sozioökonomischer Expertise hin.
Der vor einem Jahr von Greta Thunberg initiierte Schulstreik hat ein erstaunliches Echo hervorgerufen und neben Zustimmung auch Kritik bis hin zu Diffamierungen erzeugt. Konrad Ott und Christian Baatz stellen sich mit ihrem Meinungsbeitrag auf Seiten der Schülerinnen und Schüler.
Die Wahrscheinlichkeit, dass wir jemals mit Außerirdischen zusammentreffen, dürfte äußerst gering sein. Sollte dies jedoch in absehbarer Zeit der Fall sein, so wären die Folgen sicherlich weitreichend. Bernhard Hofer verweist in seinem Kurzbeitrag auf eine eher selten behandelte Disziplin: die Exosoziologie.
Diese und noch mehr Beiträge erwarten Sie in der vorliegenden Ausgabe. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen und einen guten Start in den Frühling.

Bestellungen unter: www.soziologie-heute.at

Inhaltsverzeichnis:

 

Die Wiederkehr des Religiösen?

Zu diesem Thema referierten am 22. November Alfred Rammer und Bernhard Hofer im Otto-Mauer-Zentrum in Wien.

Religionen sind nicht nur eine Folge, sondern oftmals auch Bedingung für gesellschaftlichen Wandel. Die Moderne und Postmoderne haben zudem den Weg bereitet für eine neue Religiosität. Traditionelle Kirchen sehen sich einer wachsenden Zahl an Mitbewerbern gegenüber. Der Einzelne kann aus der Pluralität der religiösen Angebote wählen – für manche ein Vorteil, für manche schafft dies Verwirrung. Public Opinion wird diese Phänomene in Hinkunft verstärkt ins Auge fassen. Publikationen folgen.

 

Evaluierung des „Raumes der Stille“ am Wiener Hauptbahnhof

Der im Oktober 2014 eröffnete „Raum der Stille“, einer von der Erzdiözese Wien/Kategoriale Seelsorge angemietete Kapelle, steht für wöchentliche Andachten, Heilige Messen, Gebet und Stille sowie für diverse Veranstaltungen offen. Im Sinne der Ökumene gibt es eine Einladungen zur Nutzung des Raumes auch an andere gesetzlich anerkannte Kirchen, Religionsgemeinschaften und kirchennahe Organisationen. Nach nunmehr 2 ½ Jahren führte Public Opinion eine Status-Quo-Analyse durch. Insbesondere ging es darum, den Blickwinkel für diesen pastoralen Ort zu schärfen, die missionarische Dimension zu erfassen, vorhandene Stärken und Schwächen auszuloten und mögliche Wachstumspotenziale hinsichtlich der Zielgruppen zu eruieren.

Insbesondere wurde folgenden Forschungsfragen nachgegangen: Wie kann es die Erzdiözese Wien/Kategoriale Seelsorge schaffen, offene bzw. verdeckte spirituelle Sehnsüchte der Menschen mit dem Raum der Stille anzusprechen und diesen Ort attraktiver (i.S.v. anziehender) zu machen? Sind Angebot und Nachfrage stimmig oder klaffen sie auseinander?

Im Fokus der Analyse standen folgende Zielgruppen:

  • – Passanten am Hauptbahnhof
  • – Besucher des RdS
  • – Besucher der benachbarten Pfarren
  • – Geschäftslokale am Hauptbahnhof
  • – das Center-Management am Wiener Hauptbahnhof
  • – HBH-Mitarbeiter (d.s. sonstige am Bahnhof Beschäftigte)

Als für diese Aufgabenstellung bewährte Untersuchungsmethoden wurde eine Mischung aus

  • – persönlicher Befragung
  • – schriftlicher Befragung
  • – Onlinebefragung
  • – Tiefeninterview sowie
  • – persönlicher Kurzinterviews

gewählt.