SICHERHEITSCHECK FÜR KULTUREINRICHTUNGEN ONLINE


Seit 15. Oktober 2018 ist das von Joanneum Research, MUSIS und Public Opinion entwickelte Sicherheitsspiel KuKuRisk online verfügbar.

Tausende Organisationen und Kulturträger tragen Verantwortung für unser materielles Kulturgut. Bewahrung und Sicherung von Kulturgütern sind Auftrag und Gebot. KuKuRisk schafft ein alltagstaugliches Werkzeug, das große und kleine Organisationen bei diesen zentralen Aufgaben effizient unterstützen kann.

Das Spiel

KuKuRisk möchte Sie auf Ihrem Weg begleiten, Sicherheitsfragen für ihre Organisation zu klären und Bewusstsein schaffen. Das hierzu entwickelte Frage-Antwort-Spiel bietet viele informative Inhalte, die Sie in Ihrem Alltag in der Bewahrung von Kulturgütern unterstützen sollen. Darüber hinaus finden Sie rund um das Spiel zusätzliches Material, um Ihr Wissen im Bereich Sicherheit zu erweitern (Checklisten, Linklisten, weiterführende Literatur,…). Ihre Antworten werden anonym an uns gesendet und für eine Erhebung des Status Quo in Österreich ausgewertet. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich beteiligen würden.

HIER geht es direkt zum Spiel.

Die Idee
Österreich ist ein buntes und vielfältiges Kulturland.
Die Kultur unseres Landes spiegelt sich in ihren immateriellen, vor allem aber in ihren materiellen Zeugnissen wieder.

Dreidimensionale, bewegliche Kulturgüter erzählen von unserer Geschichte, deren Entwicklung und von Identität. Die Schädigung oder gar die völlige Zerstörung von Kulturgütern führt zu gravierenden Veränderungen im kulturellen Selbstverständnis.
Wird Kulturgut vernichtet oder verschwindet es langsam und schleichend, so wirkt das tiefgreifend negativ auf Tourismus, Bildung, Wirtschaft und Wertschöpfung bis hin zum Verlust kultureller Identität. Ein Blick in die Krisenregionen der Welt führt dies täglich vor Augen.

Bewahrung und Sicherung von Kulturgütern mit kulturhistorischer Relevanz sind daher Auftrag und Gebot.
Allzu schlanke oder ehrenamtliche Strukturen der Kulturträgerorganisationen sowie immer kleiner werdende Budgets bedingen die Vernachlässigung mancher Aufgabengebiete. Ein Zusammenrücken und die Nutzung von Synergien können Lösungen schaffen.

KIRAS-Sicherheitsforschungsprojekt KuKuRisk in der Testphase

 

 

 

 

Sicherheitsmanagement gehört sicher nicht zu den unterhaltsamsten Aufgaben in der Kulturarbeit. Und dennoch ist es unbedingt notwendig, um das bedeutende kulturelle Erbe langfristig zu erhalten. Korrekte und effiziente Sicherheitsvorkehrungen für Kulturgüter brauchen Verständnis, Sachkenntnis und aufmerksames Hinschauen. Und sie kosten Zeit. Vor allem kleinere Einrichtungen, die mit beweglichen Kulturgütern befasst sind und diese verwalten, leiden unter personellen und finanziellen Ressourcen, zeitlichen Kapazitäten, entsprechenden organisatorischen Strukturen und manchmal auch ausreichendem Sicherheitsbewusstsein. KuKuRisk – Risiko-, Krisen- und Sicherheitsmanagement für Kunst- und Kulturgüter – richtet sich an genau diese Zielgruppe.

Das Projekt KuKuRisk wurde im Auftrag von KIRAS-Sicherheitsforschung entwickelt. Das Entwicklungsteam bestehend aus dem Joanneum-Research, MUSIS und Public Opinion GmbH/Institut für Sozialforschung will möglichst niederschwellig auf kreative und unterhaltsame Weise
– Sicherheitsbewusstsein fördern,
– Information bereitstellen,
– Handlungsempfehlungen geben und
– das alltägliche Sicherheitsmanagement erleichtern.
Auf diese Weise kann es dauerhaft in die täglichen Abläufe implementiert werden.

Um die trockene, komplexe Materie verständlicher und attraktiver zu machen, wurde die Form eines Spiels gewählt. Fiktive Expertinnen und Experten führen durch die jeweiligen Bereiche. Die einem Cartoon entsprungenen Fachleute stellen Fragen, weisen auf Details hin und geben Hinweise. Eine Sammlung nützlicher Materialien wie Werkzeugkoffer, Links sowie analoge Literatur ergänzen das Spiel.

Das Spiel befindet sich derzeit in der Pilotphase. Die endgültige Version wird nach Einarbeitung der in der Pilotphase gewonnenen Erkenntnisse im Herbst vorliegen und soll dann allen interessierten Einrichtungen kostenlos zugänglich sein.