The Power of Giving

Spendentag 2017, 5. 4. 2017, Diplomatische Akademie Wien

Der Spendentag stand diesmal unter dem Motto „The power of Giving – die neue Spendergeneration“.

Foto: FVA/Ludwig Schedl

Warum geben Menschen und was gibt es ihnen? Der Spendentag begab sich auf die Spuren nach dem Sinn des Spendens. Warum geben Menschen und andere nicht? Zu diesen und weiteren spannenden Fragestellungen referierten wieder hochrangige nationale und internationale Referenten, wie etwa Stephan Dickert von der Queen Mary University of London, Pamala Wiepking von der Erasmus University Rotterdam oder Martina Schorn vom Institut für Jugendkulturforschung. Public Opinion war eingeladen und gestaltete mit den Teilnehmerinnen einen Workshop zum Thema „Spendenumfragen richtig lesen“.

Claudia Pass und Bernhard Hofer gingen u.a. folgenden Fragen nach: Was können Spenden-Umfragen leisten? Wie sind sie zu lesen und zu interpretieren?  Welche Zusatzinformationen braucht man, um seriöse Aussagen treffen zu können? Und wo liegen die Grenzen der Brauchbarkeit von Daten?

Anhand ausgewählter Umfragedaten der letzten Jahre wurde in diesem Workshop aufgezeigt, wie (Spenden-)Umfragen richtig gelesen und vor allem für die eigene Organisation nutzbar gemacht werden können. Eine Checkliste mit den wichtigsten Grunddaten soll den Teilnehmer/innen helfen, allfällige Ungereimtheiten und Falschinterpretationen möglichst hintanzuhalten.

SPENDENMARKTSTUDIE 2016

Der vorliegende Bericht (Basisteil) präsentiert die Ergebnisse der aktuellen repräsentativen Bevölkerungsbefragung zum Spendenmarkt in Österreich.

Seit 1996 führt das Public Opinion Institut für Sozialforschung Linz in regelmäßigen Abständen repräsentative österreichweite Bevölkerungsbefragungen zur Thematik „Spenden“ durch. Damit verfügen wir über die wohl größte Datenbank zum Spendenverhalten und den jeweiligen Stimmungsbildern der Österreicher/innen. Die Fragestellungen blieben über die Jahre hinweg zum Großteil unverändert, sodass es den Organisationen möglich ist, eigene Entwicklungen über einen längeren Zeitraum hinweg nachzuverfolgen. Kleinere Adaptierungen/Ergänzungen bei den jeweiligen Fragebögen stellen zudem sicher, dass auch aktuellen Gegebenheiten Rechnung getragen wird.

Insgesamt betrachtet weist der Spendenmarkt 2016 ein nach wie vor positives Bild auf. Der sich in den letzten Jahren abgezeichnete Rückgang bei den Spendern hat sich bis 2015 ins Gegenteil gekehrt und bewegt sich nunmehr im Vergleich zum Vorjahr innerhalb der statistischen Schwankungsbreite. Die durchschnittliche Spendenhöhe ist gegenüber dem Vorjahr zwar gesunken, hält allerdings beim Stand von 2014. Die Jahre 2014 bis 2016 weisen im Langzeitvergleich die bislang höchsten Spendenwerte auf.

EVALUIERUNG GIRLS‘ CAMP 2016

In der Zeit vom 16. bis 18. September 2016 veranstaltete das Österreichische Bundesheer zwei Girls‘ Camps – eines in St. Michael/Stmk und eines in Güssing/Bgld. Public Opinion wurde seitens des BMLVS mit der Evaluierung der Personalgewinnungsmaßnahme Girls‘ Camp 2016 beauftragt.

Ziel der Evaluierung ist der Erhalt von Learning für die zukünftige Konzeption des Girls‘ Camp.

Der Evaluierungsbericht besteht insgesamt aus 5 Modulen:
Modul A beinhaltet die quantitative Vor-Ort-Befragung im Girls‘ Camp St. Michael und Güssing,
Modul B moderierte Fokusgruppeninterviews an zwei Orten (St. Michael und Güssing),
Modul C zwei moderierte Fokusgruppeninterviews zur Beurteilung der Kommunikationsmaßnahmen unter besonderer Berücksichtigung des Bildungsgrades bei der Zusammenstellung der Gruppendiskussionen,
Modul D die qualitative Auswertung der Reaktionen auf die Online-Advertorials auf Facebook sowie
Modul E eine Onlinebefragung zum Live-Stream.

MILIZSTUDIE 2016

Der vorliegende Bericht beinhaltet die Ergebnisse der im Auftrag des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport vom Linzer Sozialforschungsinstitut Public Opinion GmbH im April 2016 durchgeführten Onlinebefragung. Um im Zuge der „Neuausrichtung der Miliz“ die Rahmenbedingungen für die Miliz möglichst zielgenau zu verbessern, wurde erstmals eine Befragung sämtlicher beorderter Milizsoldaten in die Wege geleitet. Ziel des Projekts ist es, ein möglichst umfassendes Stimmungs- und Lagebild zur Situation der Miliz zu erhalten. Neben Fragen zur Motivation, den Strukturen usw. wurden vor allem auch Fragen zum jeweiligen Umfeld (Arbeitsgeber, Beruf, Familie, Engagement in Freiwilligenorganisationen etc.) gestellt. Die Ergebnisse dieser Befragung sollen der obersten militärischen Führung als Entscheidungsgrundlage zur weiteren Verbesserung der „Rahmenbedingungen für die Miliz“ dienen. Zu der Befragung wurden rund 26.000 Milizsoldaten mittels eines persönlichen Schreibens des Chefs des Generalstabs und des Milizbeauftragten eingeladen. Im Zeitraum vom 19. 4. bis 30. 4. 2016 beteiligten sich insgesamt 6 833 Milizsoldaten an der Befragung; dies entspricht einer Rücklaufquote von 26,65 Prozent. Die für Onlinebefragungen erfreulich hohe Rücklaufquote ist nicht nur dem relativ hohen Interesse der Milizangehörigen an der Landesverteidigung und ihrer Entwicklung zu verdanken, sondern auch dem großen Engagement aller Projektbeteiligten des Ressorts.

Der Bericht gliedert sich in sieben Teile. Teil A beinhaltet die Ergebnisse der Befragung von 1 532 befristet beorderten Milizsoldaten. Ausgehend von einer allgemeinen Einschätzung der österreichischen Landesverteidigung werden Fragen nach der persönlichen Bedeutung der Miliz, nach möglichen Hinderungsgründen an einem Milizengagement sowie zum Interesse an einem möglichen Inlands- bzw. Auslandseinsatz gestellt. Es folgen Fragen zu einer allfälligen „Freiwilligen Meldung zu Milizübungen“, dem militärischen Umfeld, den Informationsquellen, dem Vertrauen zu ausgewählten Personengruppen und zur Milizbetreuung. Ein vergleichsweise großer Raum wird Fragen zum Arbeitgeber, zur Beschäftigung, den Kompetenzen und den Auswirkungen einer Miliztätigkeit auf das Berufsleben und auf Freiwilligentätigkeiten eingeräumt. Die zahlreichen Antworten auf die offenen Fragen tragen dazu bei, so manche Bereiche noch deutlicher zu analysieren.

Teil B widmet sich – inhaltlich nahezu gleich gestaltet wie Teil A mit Ausnahme einiger Adaptierungen – den Ergebnissen der Befragung von 5 301 unbefristet beorderten und gesperrten Milizsoldaten. Hinzu kommen Fragen zur Auswirkung des Milizengagements auf das Privatleben und zur seinerzeitigen freiwilligen Meldung zur Miliz. Auch hier bieten die zahlreichen Antworten auf die offenen Fragen – zum Teil sehr umfangreich ausgeführt – einen tieferen Einblick in die Befindlichkeiten der Miliz.

Teil C fasst die wichtigsten Erkenntnisse der ersten beiden Teile zusammen und dient der schnellen Überblicksinformation. Anmerkungen zur Befragung insgesamt, den Auswertungsergebnissen sowie Anregungen und Vorschläge finden sich im Teil D. Die umfangreichen Teile E und F beinhalten die tabellarischen Auswertungsergebnisse (absolute Häufigkeiten und Prozentwerte) zu jeder Frage. Zunächst werden die Tabellen auf Basis der Gesamtantworten dargestellt; im Anschluss daran die Tabellen auf Basis der jeweils gültigen Nennungen. Es handelt sich dabei um die Zeilenhäufigkeiten bzw. –prozente nach Beorderungsart, -teil, -bundesland, nach Kommandantenfunktion bzw. –ebene, der letzten Übung, den im letzten Jahr durchschnittlich verbrachten Tagen beim Bundesheer, Rang, Geschlecht, Stand, Hauptwohnsitz, Alter sowie der höchsten abgeschlossenen schulischen Ausbildung. Die bei der Onlinebefragung gestellten Fragen finden sich in ihrer Gesamtheit in den Teilen G und H.