Fundraising Verband begrüßt BMF-Informationsoffensive

ÖJ-Österreich-Woche 16.05.2017-22.05.2017

BM Schellings Initiative sorgt für umfassende Information der Bevölkerung über die Neuerungen der Sonderausgaben
Ab sofort startet ein breit angelegter Informationsschwerpunkt des Finanzministeriums zu der mit 1. Jänner eingeführten Neuregelung der Spendenabsetzbarkeit. Österreichs Spendenorganisationen begrüßen diese Initiative. 6 von 10 Österreichern wissen laut einer aktuellen Umfrage nicht, was sich geändert hat und was sie ab sofort für die steuerliche Absetzbarkeit ihrer Spenden tun müssen. Die Informationsoffensive wird einen wichtigen Beitrag leisten, diese Kluft zu schließen. Durch die Änderungen müssen die Österreicher ihre Spenden nicht mehr selbst in der Steuererklärung geltend machen. Dies übernehmen die Spendenorganisationen, wenn die Spender ihnen die notwendigen Informationen übermittelt haben. Der Fundraising Verband Austria hofft nun auf eine zügige Umsetzung der noch ausstehenden technischen Infrastruktur durch das BMF.

Vor etwa zwei Jahren wurde die antraglose Arbeitnehmerveranlagung mit dem Ziel beschlossen, Erleichterungen für all jene zu bringen, die ihre Spende steuerlich absetzen möchten. Damit wurden Spendenorganisationen verpflichtet, entsprechende Spendendaten zu sammeln und an die Finanzbehörden weiterzuleiten. Dafür müssen SpenderInnen den Organisationen einmalig ihren vollständigen Namen laut Meldezettel und ihr Geburtsdatum übermitteln.Laut aktueller Umfrage wissen 4 von 10 Befragten ansatzweise über diese Änderungen Bescheid (Quelle: Public Opinion). Lediglich 29 Prozent fühlen sich bisher ausreichend vom Finanzamt informiert. Besonders in der für Spendenorganisationen wichtigen Gruppe der über 60 Jährigen herrscht ein hoher Informationsbedarf. Aufgrund des geringen Wissensstandes sind viele ÖsterreicherInnen verunsichert: Auf die Frage, ob sie der Spendenorganisation Geburtsdatum und vollständigen Namen mitteilen würden, antworteten knapp zwei Drittel der Befragten mit Nein. „“Umso begrüßenswerter ist der Schritt des BMF, die Österreicherinnen und Österreicher umfassend zu informieren und damit eine gelebte Zivilgesellschaft zu unterstützen.““, macht Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, deutlich.

Technische Infrastruktur
Durch die Verpflichtung zur Sammlung und Weiterleitung von Spendendaten sehen sich 5.300 betroffene Organisationen in Österreich mit einem immensen Mehraufwand konfrontiert. Damit dieser Aufwand nicht weiter explodiert, appelliert der Fundraising Verband an das BMF, die technische Infrastruktur ebenso rasch bereit zu stellen. „“Wir als Dachverband spendenwerbender Organisationen in Österreich appellieren daher an BM Schelling, auch hier schnellstmöglich die Weichen für die noch fehlende Infrastruktur im FinanzOnline zu stellen. Nur so können die Spendenorganisationen die geforderte Abwicklung zeitgerecht und korrekt leisten.““, so Lutschinger. Lutschinger sieht noch weiteren Anpassungs- und Klärungsbedarf bei den rechtlichen Rahmenbedingungen.

Fakten zur Spendenabsetzbarkeit
Die Spendenabsetzbarkeit wurde 2009 in Österreich eingeführt. Die Absicht des Gesetzgebers war, das Spenden für die Österreicher attraktiver zu machen. Die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden ist bei den SpenderInnen seither eindeutig angekommen und hat sich sehr positiv auf das Spendenaufkommen der Organisationen ausgewirkt: Mit insgesamt 187 Millionen Euro wurde 2016 in Österreich bereits jeder dritte Spenden-Euro steuerlich geltend gemacht, knapp 1 Mio. Steuerpflichtige machen Spenden geltend.
Seit 1. Jänner 2017 gelten für die Spendenabsetzbarkeit die neuen Vorschriften: Damit müssen nicht mehr die SpenderInnen, sondern die von ihnen bedachten Organisationen die Spenden bei den Finanzbehörden melden. SpenderInnen müssen den Organisationen jedoch ihren genauen und vollständigen Namen laut Meldezettel sowie ihr Geburtsdatum übermitteln.

spenden.at – Das neue Infoportal des FVA rund um das Thema Spenden
Um die zahlreichen Fragen innerhalb der Bevölkerung rund um das Thema Spenden umfassend und neutral beantworten zu können, hat der Fundraising Verband das Infoportal www.spenden.at ins Leben gerufen. Dieses liefert SpenderInnen wichtige Informationen zum Spenden allgemein, insbesondere aber auch zur Spendenabsetzbarkeit NEU. Wie kann ich am besten spenden, worauf soll ich achten und wie kann ich meine Spende steuerlich geltend machen? All diese Fragen beantwortet www.spenden.at. Darüber hinaus liefert das Portal aktuelle Informationen über zahlreiche NGOs und ihre Projekte sowie Informationen für spendeninteressierte Unternehmen.

     
Weitere Informationen:
http://www.spenden.at

The Power of Giving

Spendentag 2017, 5. 4. 2017, Diplomatische Akademie Wien

Der Spendentag stand diesmal unter dem Motto „The power of Giving – die neue Spendergeneration“.

Foto: FVA/Ludwig Schedl

Warum geben Menschen und was gibt es ihnen? Der Spendentag begab sich auf die Spuren nach dem Sinn des Spendens. Warum geben Menschen und andere nicht? Zu diesen und weiteren spannenden Fragestellungen referierten wieder hochrangige nationale und internationale Referenten, wie etwa Stephan Dickert von der Queen Mary University of London, Pamala Wiepking von der Erasmus University Rotterdam oder Martina Schorn vom Institut für Jugendkulturforschung. Public Opinion war eingeladen und gestaltete mit den Teilnehmerinnen einen Workshop zum Thema „Spendenumfragen richtig lesen“.

Claudia Pass und Bernhard Hofer gingen u.a. folgenden Fragen nach: Was können Spenden-Umfragen leisten? Wie sind sie zu lesen und zu interpretieren?  Welche Zusatzinformationen braucht man, um seriöse Aussagen treffen zu können? Und wo liegen die Grenzen der Brauchbarkeit von Daten?

Anhand ausgewählter Umfragedaten der letzten Jahre wurde in diesem Workshop aufgezeigt, wie (Spenden-)Umfragen richtig gelesen und vor allem für die eigene Organisation nutzbar gemacht werden können. Eine Checkliste mit den wichtigsten Grunddaten soll den Teilnehmer/innen helfen, allfällige Ungereimtheiten und Falschinterpretationen möglichst hintanzuhalten.

SPENDENMARKTSTUDIE 2016

Der vorliegende Bericht (Basisteil) präsentiert die Ergebnisse der aktuellen repräsentativen Bevölkerungsbefragung zum Spendenmarkt in Österreich.

Seit 1996 führt das Public Opinion Institut für Sozialforschung Linz in regelmäßigen Abständen repräsentative österreichweite Bevölkerungsbefragungen zur Thematik „Spenden“ durch. Damit verfügen wir über die wohl größte Datenbank zum Spendenverhalten und den jeweiligen Stimmungsbildern der Österreicher/innen. Die Fragestellungen blieben über die Jahre hinweg zum Großteil unverändert, sodass es den Organisationen möglich ist, eigene Entwicklungen über einen längeren Zeitraum hinweg nachzuverfolgen. Kleinere Adaptierungen/Ergänzungen bei den jeweiligen Fragebögen stellen zudem sicher, dass auch aktuellen Gegebenheiten Rechnung getragen wird.

Insgesamt betrachtet weist der Spendenmarkt 2016 ein nach wie vor positives Bild auf. Der sich in den letzten Jahren abgezeichnete Rückgang bei den Spendern hat sich bis 2015 ins Gegenteil gekehrt und bewegt sich nunmehr im Vergleich zum Vorjahr innerhalb der statistischen Schwankungsbreite. Die durchschnittliche Spendenhöhe ist gegenüber dem Vorjahr zwar gesunken, hält allerdings beim Stand von 2014. Die Jahre 2014 bis 2016 weisen im Langzeitvergleich die bislang höchsten Spendenwerte auf.

EVALUIERUNG GIRLS‘ CAMP 2016

In der Zeit vom 16. bis 18. September 2016 veranstaltete das Österreichische Bundesheer zwei Girls‘ Camps – eines in St. Michael/Stmk und eines in Güssing/Bgld. Public Opinion wurde seitens des BMLVS mit der Evaluierung der Personalgewinnungsmaßnahme Girls‘ Camp 2016 beauftragt.

Ziel der Evaluierung ist der Erhalt von Learning für die zukünftige Konzeption des Girls‘ Camp.

Der Evaluierungsbericht besteht insgesamt aus 5 Modulen:
Modul A beinhaltet die quantitative Vor-Ort-Befragung im Girls‘ Camp St. Michael und Güssing,
Modul B moderierte Fokusgruppeninterviews an zwei Orten (St. Michael und Güssing),
Modul C zwei moderierte Fokusgruppeninterviews zur Beurteilung der Kommunikationsmaßnahmen unter besonderer Berücksichtigung des Bildungsgrades bei der Zusammenstellung der Gruppendiskussionen,
Modul D die qualitative Auswertung der Reaktionen auf die Online-Advertorials auf Facebook sowie
Modul E eine Onlinebefragung zum Live-Stream.

MILIZSTUDIE 2016

Der vorliegende Bericht beinhaltet die Ergebnisse der im Auftrag des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport vom Linzer Sozialforschungsinstitut Public Opinion GmbH im April 2016 durchgeführten Onlinebefragung. Um im Zuge der „Neuausrichtung der Miliz“ die Rahmenbedingungen für die Miliz möglichst zielgenau zu verbessern, wurde erstmals eine Befragung sämtlicher beorderter Milizsoldaten in die Wege geleitet. Ziel des Projekts ist es, ein möglichst umfassendes Stimmungs- und Lagebild zur Situation der Miliz zu erhalten. Neben Fragen zur Motivation, den Strukturen usw. wurden vor allem auch Fragen zum jeweiligen Umfeld (Arbeitsgeber, Beruf, Familie, Engagement in Freiwilligenorganisationen etc.) gestellt. Die Ergebnisse dieser Befragung sollen der obersten militärischen Führung als Entscheidungsgrundlage zur weiteren Verbesserung der „Rahmenbedingungen für die Miliz“ dienen. Zu der Befragung wurden rund 26.000 Milizsoldaten mittels eines persönlichen Schreibens des Chefs des Generalstabs und des Milizbeauftragten eingeladen. Im Zeitraum vom 19. 4. bis 30. 4. 2016 beteiligten sich insgesamt 6 833 Milizsoldaten an der Befragung; dies entspricht einer Rücklaufquote von 26,65 Prozent. Die für Onlinebefragungen erfreulich hohe Rücklaufquote ist nicht nur dem relativ hohen Interesse der Milizangehörigen an der Landesverteidigung und ihrer Entwicklung zu verdanken, sondern auch dem großen Engagement aller Projektbeteiligten des Ressorts.

Der Bericht gliedert sich in sieben Teile. Teil A beinhaltet die Ergebnisse der Befragung von 1 532 befristet beorderten Milizsoldaten. Ausgehend von einer allgemeinen Einschätzung der österreichischen Landesverteidigung werden Fragen nach der persönlichen Bedeutung der Miliz, nach möglichen Hinderungsgründen an einem Milizengagement sowie zum Interesse an einem möglichen Inlands- bzw. Auslandseinsatz gestellt. Es folgen Fragen zu einer allfälligen „Freiwilligen Meldung zu Milizübungen“, dem militärischen Umfeld, den Informationsquellen, dem Vertrauen zu ausgewählten Personengruppen und zur Milizbetreuung. Ein vergleichsweise großer Raum wird Fragen zum Arbeitgeber, zur Beschäftigung, den Kompetenzen und den Auswirkungen einer Miliztätigkeit auf das Berufsleben und auf Freiwilligentätigkeiten eingeräumt. Die zahlreichen Antworten auf die offenen Fragen tragen dazu bei, so manche Bereiche noch deutlicher zu analysieren.

Teil B widmet sich – inhaltlich nahezu gleich gestaltet wie Teil A mit Ausnahme einiger Adaptierungen – den Ergebnissen der Befragung von 5 301 unbefristet beorderten und gesperrten Milizsoldaten. Hinzu kommen Fragen zur Auswirkung des Milizengagements auf das Privatleben und zur seinerzeitigen freiwilligen Meldung zur Miliz. Auch hier bieten die zahlreichen Antworten auf die offenen Fragen – zum Teil sehr umfangreich ausgeführt – einen tieferen Einblick in die Befindlichkeiten der Miliz.

Teil C fasst die wichtigsten Erkenntnisse der ersten beiden Teile zusammen und dient der schnellen Überblicksinformation. Anmerkungen zur Befragung insgesamt, den Auswertungsergebnissen sowie Anregungen und Vorschläge finden sich im Teil D. Die umfangreichen Teile E und F beinhalten die tabellarischen Auswertungsergebnisse (absolute Häufigkeiten und Prozentwerte) zu jeder Frage. Zunächst werden die Tabellen auf Basis der Gesamtantworten dargestellt; im Anschluss daran die Tabellen auf Basis der jeweils gültigen Nennungen. Es handelt sich dabei um die Zeilenhäufigkeiten bzw. –prozente nach Beorderungsart, -teil, -bundesland, nach Kommandantenfunktion bzw. –ebene, der letzten Übung, den im letzten Jahr durchschnittlich verbrachten Tagen beim Bundesheer, Rang, Geschlecht, Stand, Hauptwohnsitz, Alter sowie der höchsten abgeschlossenen schulischen Ausbildung. Die bei der Onlinebefragung gestellten Fragen finden sich in ihrer Gesamtheit in den Teilen G und H.