KIRAS-Sicherheitsforschungsprojekt „EvaReg“ startet im September 2019

Im September 2019 startet das von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) geförderte Projekt „EvaReg – Evakuierungsregister hilfbedürftiger Personen im Evakuierungsfall“. Public Opinion kooperiert dabei mit der Joanneum-Research-Forschungsgesellschaft mbH, der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft mbH und dem Sozialverein Deutschlandsberg. Zahlreiche weitere Organisationen wie z.B. das Österreichische Bundesheer, Landespolizeidirektionen, Rotes Kreuz, Samariterbund, Caritas etc. sind im Projekt eingebunden.

Kurzbeschreibung:

Nicht allein immer häufiger vorkommende Naturkatastrophen, sondern auch erforderlichen Evakuierungen (z.B. Fliegerbombenfunde) nehmen stetig zu. Immer dichter werdende Besiedelung sowie eine älter werdende Bevölkerung lassen Evakuierungen für Einsatzorganisationen zu immer größeren, logistischen Herausforderungen werden. Häufig reichen temporär installierte Bürgertelefone zur Bekanntgabe von Unterstützungsbedarf im Evakuierungsfall nicht mehr aus.

Das Projekt EvaReg – Evakuierungsregister für hilfsbedürftige Personen im Evakuierungsfall – hat die Erstellung und Wartung eines digitalen Personenregisters für die Evakuierung im Krisenfall zum Ziel, um effizient und sicher helfen zu können. Hilfsbedürftige Personen sollen bereits im Vorfeld die Möglichkeit haben, sich in dem Personenregister zu registriere, Einsatzorganisationen können im Krisenfall direkt auf die Daten zugreifen und Hilfsmaßnahmen sofort einleiten. Aufgabe im Projekt ist es, durch Akzeptanzanalyse in der Gesellschaft sowie durch Bedarfsanalyse in Zusammenarbeit mit Einsatzorganisationen, die für die Evakuierung zuständig sind, zu eruieren, wie ein digitales Personenregister konzipiert sein muss und wie gut ein solches von der Bevölkerung angenommen wird. Nach der anfänglichen Erhebung der Anforderungen und Erfordernisse der Einsatzorganisation wird in einem ersten Pilotversuch eine prototypische Umsetzung des Personenregisters auf Basis eines existierenden Werkzeuges durchgeführt. In der letzten Projektphase wird eine koordinierte Übung in einer Beispielregion in Form einer Simulation eines Katastrophenfalls unter Einbindung aller wesentlichen Akteure angestrebt. Daraus können in weiterer Folge bereits erste Erkenntnisse in Bezug auf technische Voraussetzungen, Bedienbarkeit im Krisenfall und Akzeptanz innerhalb der Gesellschaft für eine Überführung in den Regelbetrieb gewonnen werden.

Zielgruppen sind einerseits Institutionen und Organisationen, die im Krisen- oder Katastrophenfall mit der Evakuierung von Personen beauftragt sind und für deren Sicherheit sorgen müssen, andererseits Privatpersonen, die im Krisenfall auf die Unterstützung anderer angewiesen sind.

  • Kurzdarstellung der angestrebten Ergebnisse
    – Aussagen betreffend die Akzeptanz eines digitalen Personenregisters in der Bevölkerung
  • – Beschreibung der technischen Voraussetzungen für den sicheren Betrieb eines Personenregisters
  • -Beschreibung der inhaltlichen Anforderungen der Einsatzorganisationen an ein Personenregister
  • – Evaluierungsbericht nach Pilotversuch (koordinierte Übung in einer Beispielregion in Form einer Simulation eines Katastrophenfalls)

SICHERHEITSCHECK FÜR KULTUREINRICHTUNGEN ONLINE


Seit 15. Oktober 2018 ist das von Joanneum Research, MUSIS und Public Opinion entwickelte Sicherheitsspiel KuKuRisk online verfügbar.

Tausende Organisationen und Kulturträger tragen Verantwortung für unser materielles Kulturgut. Bewahrung und Sicherung von Kulturgütern sind Auftrag und Gebot. KuKuRisk schafft ein alltagstaugliches Werkzeug, das große und kleine Organisationen bei diesen zentralen Aufgaben effizient unterstützen kann.

Das Spiel

KuKuRisk möchte Sie auf Ihrem Weg begleiten, Sicherheitsfragen für ihre Organisation zu klären und Bewusstsein schaffen. Das hierzu entwickelte Frage-Antwort-Spiel bietet viele informative Inhalte, die Sie in Ihrem Alltag in der Bewahrung von Kulturgütern unterstützen sollen. Darüber hinaus finden Sie rund um das Spiel zusätzliches Material, um Ihr Wissen im Bereich Sicherheit zu erweitern (Checklisten, Linklisten, weiterführende Literatur,…). Ihre Antworten werden anonym an uns gesendet und für eine Erhebung des Status Quo in Österreich ausgewertet. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich beteiligen würden.

HIER geht es direkt zum Spiel.

Die Idee
Österreich ist ein buntes und vielfältiges Kulturland.
Die Kultur unseres Landes spiegelt sich in ihren immateriellen, vor allem aber in ihren materiellen Zeugnissen wieder.

Dreidimensionale, bewegliche Kulturgüter erzählen von unserer Geschichte, deren Entwicklung und von Identität. Die Schädigung oder gar die völlige Zerstörung von Kulturgütern führt zu gravierenden Veränderungen im kulturellen Selbstverständnis.
Wird Kulturgut vernichtet oder verschwindet es langsam und schleichend, so wirkt das tiefgreifend negativ auf Tourismus, Bildung, Wirtschaft und Wertschöpfung bis hin zum Verlust kultureller Identität. Ein Blick in die Krisenregionen der Welt führt dies täglich vor Augen.

Bewahrung und Sicherung von Kulturgütern mit kulturhistorischer Relevanz sind daher Auftrag und Gebot.
Allzu schlanke oder ehrenamtliche Strukturen der Kulturträgerorganisationen sowie immer kleiner werdende Budgets bedingen die Vernachlässigung mancher Aufgabengebiete. Ein Zusammenrücken und die Nutzung von Synergien können Lösungen schaffen.

Security: Schöne neue Welt?

Die digitalen Revolution verändert gewohnte Strukturen. Mit der Vernetzung steigt die Komplexität in Systemen. Verunsicherung – weil alles zunehmend unüberschaubar erscheint – macht sich breit. Selbst die Rolle des Staates ist nicht mehr ungefährdet. Die Frage nach vitalen Internetdiensten für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft rückt ins Zentrum. Sind wir auf dem Weg zur Schaffung eines Leviathans? Brauchen wir vielleicht einen neuen Gesellschaftsvertrag? Die Zukunft ist schwarz, rosa oder …?

Im Rahmen der Fachkonferenz Security am 3. 5. 2018 im Novomatic-Forum hielt Dr. Bernhard Hofer, Gf Public Opinion/Institut für Sozialforschung, den Eröffnungsvortrag zum Thema „Schöne neue Welt – Digitalisierung und gesellschaftlicher Umbruch“

 

Fachkonferenz Security

„Save your Business“

Es ist kein Geheimnis, dass die Sicherheitsbedrohungen in der IT weiterhin zunehmen. Das liegt u.a. in der Professionalisierung im Bereich der Cyber Crime – IT-Verantwortliche sehen Malware und Phishing-Attacken als größte Bedrohung – daneben haben aber auch die technologischen Veränderungen der letzten Jahre hin zum Web (Cloud Computing, Social Networks, mobile Apps) in Kombination mit mobilen Devices die Angriffsfläche der IT vergrößert. Zudem führt die Zunahme an vernetzten Geräten durch die fortschreitende Digitalisierung zu einer Komplexität der IT-Sicherheit. Aber nicht nur der Kampf gegen Cyber Crime erscheint vielen aussichtslos (und kostspielig). Hinzu kommen auch die eigenen Mitarbeiter, die vermehrt als Risiko eingestuft werden, als größtes Einfalltor für Cyber-Attacken, einerlei ob es sich dabei um Versehen oder um Verbrechen handelt. Viele Firmen zeigen sich deshalb verunsichert, nur wenige meinen, dass ihre eigenen Sicherheits-Strategien alle relevanten Bedrohungen und Risiken berücksichtigen.

Auf dieser etablierten Plattform will der Veranstalter seidler consulting den Teilnehmern Orientierungshilfen für eine sichere Welt der Zukunft geben: Hier bekommen IT-Fachkräfte aus der Privatwirtschaft und öffentlichen Verwaltung, sowie renommierter Anbieterunternehmen und unabhängige Experten gleichermaßen die Möglichkeit alle relevanten Aspekte aus ihrer Perspektive zu kommentieren und mögliche Lösungen aufzuzeigen. Bernhard Hofer (Public Opinion Institut für Sozialforschung/CR soziologie heute) widmet sich dabei der Thematik „Schöne neue Welt: Digitalisierung und gesellschaftlicher Umbruch“.

Zeit: 3. 5. 2018

Ort: Novomatic Forum Wien

Weitere Infos und Anmeldung: HIER